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Alpakas

Die Abstammung

AlpakasDie Altwelt- und Neuweltkamele haben die gleichen gemeinsamen Vorfahren. Ein Teil dieser Urkameliden ist während der letzten Eiszeit, vor ungefähr zwei Millionen Jahren über die damalige Landverbindung in der Beringstraße nach Asien gewandert und hat sich dort zu den uns bekannten Altweltkamelen, den zweihöckrigen Trampeltieren und den einhöckrigen Dromedaren entwickelt. Ein anderer Teil der Urweltkameliden Nordamerikas ist nach Mittel- und Südamerika gewandert, woraus sich dort im Laufe der Zeit die Vorfahren der heute lebenden Arten der Neuweltkamele entwickelt haben. In Nordamerika selbst sind die Kameliden vor ca. 12000 Jahren ausgestorben.

Aus diesen Urlamas haben sich dann die beiden heute noch in den Andengebieten Südamerikas lebenden Wildformen Vicuna und Guanako entwickelt. Während das Vicuna nach wie vor nur als Wildform existiert wurde das Guanako von den Indios domestiziert. Hieraus gingen durch selektive Zucht die Haustierformen Lama und Alpaka hervor.


Die Mythologie

AlpakasDer Sage nach sind Alpakas ein Geschenk von Sonnengott "Inti" an das peruanische Volk. Das feine, weiche Fell wird auch das Flies der Götter genannt.

Die Verbindung zwischen Alpakas und Lamas zum Sonnengott beruht vielleicht auch auf ihrer Angewohnheit dem Sonnenauf- bzw. Untergang zuzuschauen. Weiße Lamas nehmen hier eine besondere Stellung ein, denn sie wurden dem Sonnengott geweiht und auf religiösen Festen als Opfergaben dargeboten.

Die Magie und besondere Ausstrahlung dieser Tiere macht es leicht, solchen Überlegungen Glauben zu schenken.


Die Haltung und Pflege

Auf der Suche nach "unserem" Tier spielte eine große Rolle, dass Alpakas und Lamas relativ problemlos in ihrer Haltung sind, sie sind sehr genügsam und verursachen durch ihre Schwielensohlen hier bei uns im Gebirge keine Trittschäden.

Durch ihre Angewohnheit, nur auf bestimmten und gemeinsamen Plätzen zu misten, sind sie sozusagen "stallrein" und das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei der Sauberhaltung der Tiere.

AlpakasAlpakas benötigen das gesamte Jahr über Heu, da sonst Verdauungsprobleme auf unseren fetten Wiesen vorprogrammiert sind, denn in den Ursprungsländern Südamerikas ist das Nahrungsangebot eher spärlich. Frisches Wasser ist zu jeder Jahreszeit zwingend notwendig. Die Weide muß über einen offenen Stall oder einem geschützten Unterstand verfügen. Die Weidefläche sollte für die ersten 2 Tiere mindestens 1000 m² , für jedes weitere Tier zusätzlich 100 m² betragen. Die Zaunhöhe sollte ca 1,20 m betragen. Am besten eignet sich ein sogenannter "Wildzaun".

Alpakas bekommen gewöhnlich nach einer Tragezeit von 11,5 Monaten ein Fohlen. Zwillingspaare sind die absolute Seltenheit. Die Neugeborenen stehen innerhalb von 2 Stunden auf ihren eigenen Beinen und sollten auch gleich anfangen die "Milchbar" ausfindig zu machen, damit sie die lebenswichtige Kolostralmilch aufnehmen können. Ein Alpakafohlen wiegt bei der Geburt ca. 5 kg.

Man unterscheidet Huacaya- und Suri-Alpakas, welche sich durch ihr andersartiges Vlies unterscheiden.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. Juni 2010 um 21:21 Uhr
 
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